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Verabschiedung von Landrat Thomas Reumann


Die ganze Familie Reumann war anwesend, die engsten Mitarbeiter und auch die Fraktionsvorsitzenden des Kreistags sowie Michael Donth. In einer kleinen Talkrunde gingen sie auf die Fragen von Moderator Harry Röhrle vom SWR ein: „Er war einer der hartnäckigen Sorte, sehr sach- und fachkundig, menschlich war es immer ein gutes Zusammenarbeiten mit ihm“, sagte Donth, der als CDU-Bundestagsabgeordneter als „Brückenkopf“ und für den kurzen Draht des Landrats nach Berlin stand. Kreistagsmitglied Florian Weller (CDU) hob hervor, dass Reumann „ein immer sympathischer und offener Landrat war, der nicht nur zuhören konnte, sondern auch zuhörte“. Und selbst, wenn es mal zu Differenzen kam, „er blieb immer freundlich, wurde nie persönlich“. Hans Gampe (Grüne) lobte Reumanns Engagement für die beruflichen Schulen im Landkreis, aber auch den großen Einsatz für Klimaschutz und Nachhaltigkeit – „er hat die Trends der Zeit immer erkannt“, so Gampe.

Auch Mike Münzing (SPD) ging auf diesen Aspekt ein: „Thomas Reumann hatte den Landkreis als Musterregion für nachhaltige Entwicklung etabliert und zu seiner Sache gemacht.“ Jochen Zeller (FWV) betonte, dass Reumann mit dem „Port Gesundheitszentrum Schwäbische Alb Hohenstein ein Leuchtturmprojekt des Landkreises geschaffen hat, das bundesweit große Beachtung fand“. Münzings Fazit: „Thomas Reumann war ein Segen für die ganze Region.“ Vorbildlich sei natürlich auch Reumanns Präsidentschaft der deutschen Krankenhausgesellschaft, wie Hermann Gröhe als Ex-Bundesgesundheitsminister ebenso in einer Video-Botschaft betonte wie auch der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn. „Mit der Gesundheitskonferenz im Kreis Reutlingen haben Sie Pionierarbeit geleistet“, lobte Gröhe zudem.

Bei dem Lobesreigen fehlte Winfried Kretschmann nicht: „Beim Thema Nachhaltigkeit wird Reutlingen bundesweit als Musterlandkreis wahrgenommen“, betonte Baden-Württembergs Ministerpräsident. Er habe Reumann als „sachkundigen und engagierten Landrat kennengelernt, aber auch als nachdenklichen Menschen, dem das Schicksal Einzelner am Herzen liegt“. Der Landrat Reumann „hat immer die Sache und die Menschen im Blick gehabt“, so Kretschmann. Ebenfalls eine Video-Botschaft hat Günther Oettinger gesandt: Er erinnerte sich an „das Projekt Biosphärengebiet Schwäbische Alb, das wir gemeinsam auf den Weg gebracht haben“, sagte der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident.

Bevor Sascha Kommer abschließend nochmals musikalisch kräftig und unglaublich in die Tasten griff und Thomas Reumann gleich eine ganze Vielzahl an Blumensträußen an seine engsten Mitarbeiter verteilte, hatten Gunter Hespeler sowie Wolfram Auch vom Kreisfeuerwehrverband noch die Gelegenheit, Reumann eine weitere Ehrung zukommen zu lassen: „Wir lassen Sie nicht gerne ziehen“, sagte Hespeler und überreichte dem scheidenden Landrat die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille. Reumann zeigte sich sichtlich gerührt: „Das Lob und die Medaille gehören eigentlich Ihnen, all den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die täglich ih-ren Dienst leisten.“

In seinen abschließenden Worten betonte Thomas Reumann: Bei all der Arbeit in den vergangenen 16 Jahren sei es „immer um die Men-schen gegangen“. Nichts wäre möglich gewesen, ohne den großen Einsatz so vieler – sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landkreisverwaltung wie auch all die Haupt- und Ehrenamtlichen im ganzen Kreis. „Ich danke jeder und jedem Einzelnen.“ Seinen ganz persönlichen Dank richtete Reumann zudem an seine Frau, an Hans-Jürgen Stede, Gerd Pflumm, Dr. Claudius Müller, Andreas Bauer und auch Rosalba Perri als seine persönliche Sekretärin sowie Rainer Mayer. Ein Bonmot von Reumann zum Schluss: „Ich war der einzige Landrat, der zugab, sich jeden Tag mit viel Mist zu beschäftigen“, so der Ex-Landrat. Bezogen hatte er das allerdings stets auf seine allmorgendliche Tätigkeit im Pferdestall.

Fotos: Gerlinde Trinkhaus

Videoaufnahme der Verabschiedungsveranstaltung vom 29.03.2021

Videoaufnahme der Verabschiedungsveranstaltung in deutscher Gebärdensprache