Dienstleistungen

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Impfberatung

Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen auf dem Gebiet der Medizin. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich, bleibende unerwünschte Medikamenten-Wirkungen wurden nur sehr selten beobachtet. Das Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer Krankheit zu schützen und damit die Übertragung der Krankheit auf andere zu vermeiden.

Impfungen und andere spezifische Prophylaxemaßnahmen werden von den obersten Gesundheitsbehörde der Länder auf der Grundlage der STIKO-Empfehlungen entsprechend § 20 Abs. 3 des Infektionsschutzgesetzes „öffentlich empfohlen“ (STIKO = Ständige Impfkommision am Robert-Koch-Institut Berlin).

Eine Grundimmunisierung sollte bei Säuglingen und Kleinkindern beginnen. Danach ist teils durch regelrechte Auffrischung sicherzustellen, dass der notwendige Impfschutz erhalten bleibt. Erwachsene sollten sich alle 10 Jahre durch eine Impfung gegen Diphtherie und Tetanus, empfohlen auch als Kombinationsimpfung mit Polio (=Kinderlähmung) und Pertussis (=Keuchhusten) auffrischen lassen.


Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz)


Kinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden. Daher ist für sie künftig beim Eintritt in die Kindertagesstätte oder Schule ein altersgerechter Masernimpfschutz nachzuweisen. Auch Personen, die in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten, sollen gegen diese gefährliche Infektionskrankheit geimpft sein. Diese Regelungen sind Gegenstand des Gesetzes für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (Masernschutzgesetz), welches am 01.März 2020 in Kraft tritt.


Die wesentlichen Regelungen des Gesetzentwurfs:

  • Vor der Aufnahme in Kindertagesstätten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen müssen alle Kinder, die mindestens ein Jahr alt sind, nachweisen, dass sie die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen gegen Masern erhalten haben.
  • Personen, die in diesen Einrichtungen arbeiten wollen, müssen ebenfalls eine vollständige Masern-Schutzimpfung nachweisen. Gleiches gilt für Personal in medizinischen Einrichtungen.
  • Auch in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften müssen sowohl Bewohner als auch dort Tätige geimpft sein.
  • Entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission sind Personen mit medizinischen Kontraindikationen und Personen, die vor 1971 geboren sind, von der Impfpflicht ausgenommen. Das gilt auch für Personen, die die Krankheit bereits nachgewiesenermaßen durchlitten haben.
  • Der Nachweis kann durch den Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder - insbesondere bei bereits erlittener Krankheit - ein ärztliches Attest erbracht werden.
  • Kinder, die schon in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, und Personen, die dort bereits tätig sind, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen.
  • Nichtgeimpfte Kinder können vom Besuch der Kindertagesstätte ausgeschlossen werden. Nichtgeimpftes Personal darf in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen keine Tätigkeiten aufnehmen.
  • Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, müssen mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 2.500 Euro rechnen. Die Geldbuße kann auch gegen die Leitungen von Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder zulassen. Gleiches gilt für nicht geimpftes Personal in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen sowie Asylbewerberunterkünften und für nicht geimpfte Bewohner solcher Unterkünfte.

Auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sowie unter www.masernschutz.de finden sich weitere Informationen zum Thema Masernschutzgesetz. 


Reiseimpfberatung


Die ärztliche Beratung vor einer Reise ist in unserem Land der häufigste Anlass, den Impfstatus anhand des Impfausweises zu überprüfen und wenn nötig zu ergänzen. Echte Beratung beginnt, wo der Computer aufhört. Fragen zur Gesundheitsvorsorge, Reiseimpfungen, Malariavorbeugung können individuell beantwortet werden. Reiseimpfungen, die privat bezahlt werden müssen, können nach Terminvereinbarung durchgeführt werden.

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Mitarbeiter
Leitung GT 43/2 Gesundheitsschutz, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten